Willi Heinrich     Der Autor und sein Werk
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Zuschriften an Willi Heinrich

 

Sehr geehrter Herr Heinrich!

Begonnen hat es  vor wenigen Monaten. Ich besuchte eine nach schwerer Krebsoperation wieder in ihre Wohnung zurückgekehrte Kollegin, und während unseres Gesprächs kamen wir auch auf die dort in einer Schrankwand vorhandenen Bücher zu sprechen. Aus Freude und Dankbarkeit über meinen Besuch durfte ich mir dann aus dem reichhaltigen Vorrat der Literatur (leihweise) ein Buch heraussuchen. Ich stand nun da und studierte angestrengt die Titel - mit dem Ergebnis, dass ich einfach nicht wusste, was für ein Buch ich nehmen sollte. Letztlich griff meine Kollegin selbst eines heraus und meinte, das wäre bestimmt ein Roman, der mich fesseln und begeistern könnte. Es war Gottes zweite Garnitur. Dieses von Ihnen geschriebene Buch habe ich, wie man zu sagen pflegt, förmlich verschlungen. Wenn ich abends von meinem Dienst .... nach Hause kam, müde und kaputt, dann freute ich mich aus das Buch. Es ist schon lange her, dass es mir so erging.....

 

 

Sehr geehrter Herr Heinrich,

ich kenne Ihre Gedanken jetzt ein wenig ... Eigentlich möchte ich Ihnen schreiben, dass ich Sie bewundere genauso wie Hermann Hesse. Ihr Buch ... ging mir an die Nieren. Ich habe eben das Buch zu Ende gelesen; Sie sehen es an meiner Handschrift. Ich glaube, Sie sind so ziemlich in Ordnung. Meine Eltern sind auch Ausländer. Der Roman hat mir gut getan. Danke (eine junge Ausländerin)

 

 

Sehr geehrter Herr Heinrich,

ich besitze drei Bücher von Ihnen. Zugegeben, das sind noch nicht viel. Durch diese drei Bücher bin ich erst zur guten Literatur gekommen ... Es ist einmalig. Wenn ich bedenke, dass ich vorher nur diese Schundromane gelesen habe. Aber nun, Herr Heinrich, bin ich bekehrt und sehr froh darüber. Da musste ich Ihnen mal schreiben ...

 

 

Sehr geehrter Herr Heinrich,

ich habe kürzlich einige ihrer Romane gelesen. Geometrie einer Ehe war das erste. Ich hatte es im Fundus des aufgelösten Haushalts meiner Schwiegereltern gefunden, es schien mir sehr trivial (auch die Aufmachung) so legte ich es beiseite. Durch Zufall bekam ich es noch mal in unserer Bücherei (diesmal seriös gebunden) in die Hände, nahm es mit und las es in einem Rutsch durch ... Von Anfang an  habe ich mit dem "Titelhelden" gelebt, versucht seine Gedankengänge zu durchschauen und mich gefragt, ob er seine Frau verlassen wird? Ich hatte es ehrlich gesagt gehofft. Das Ende dieses Romans hat mich sehr erschüttert ...

 

 

Sehr geehrter Herr Heinrich,

... ich frage mich z.B., ob ein direkter Zusammenhang besteht zwischen der Monotonie des Alltags z.B. in der Fabrik und dem Bedürfnis nach Kitsch. In der Schule habe ich nur von meinen Bildungsaufgaben gehört, aber jetzt, in einer geistig sterilen Kleinstadt mit einer breiten Arbeiterschicht, finde ich viele weisse Flecken in meinem geistigen Horizont, die vorwiegend diese Fragen betreffen. Was Kitsch und Edelkitsch betrifft, machen wir mehr Zugeständnisse, als es meines Wissens irgendwo in den örtlichen Büchereien in Deutschland üblich ist; deshalb bin ich wirklich glücklich, wenn ich Literatur finde, die spannend oder ansprechend ist, ohne zu verniedlichen, verfälschen oder sich anzubiedern, eben, wenn ich es noch einmal sagen darf, wie Ihre Romane ... Was mich so sehr beschäftigt, sind nicht einzelne Affären, sondern die Selbstgefälligkeit und Intoleranz der führenden Köpfe ... Wer ... Charakter und Ambitionen hat, hat einen sehr schweren Stand ...

 

 

Sehr geehrter Herr Heinrich,

... diese zarte Liebesgeschichte, es ist alles so wunderbar. Lange habe ich so etwas wundervolles nicht gelesen. Dank, Dank und nochmals Dank, lieber Herr Heinrich ... (zu Maiglöckchen oder ähnlich)

 

 

Lieber Herr Heinrich,

... ich las vor einiger Zeit die englische Übersetzung Ihres Buches Das geduldige Fleisch, und da es für mich sehr interessant war, kaufte ich mir die letzte Woche auch Ihren Roman Gottes zweite Garnitur. Ich habe zu diesem Thema eine persönliche Beziehung, da ich selbst mit einem schwarzen Amerikaner verheiratet bin. Ich fand Ihre Darstellung der Rassenproblematik sowie der psychologischen Probleme beider Seiten wirklichkeitsnah und fair ....

 

 

Sehr geehrter Herr Heinrich,

... ich bin ein wenig erstaunt, dass ein Mann so etwas schreiben, und dann noch vor allem mit solchem Einfühlungsvermögen und mit wirklichem schriftstellerischem Talent für ein solches, immer noch delikates Thema ...  zu Maiglöckchen oder ähnlich

 

 

Sehr geehrter Herr Heinrich,

... ich bin ... Strafgefangener und verbüsse in der JVA ... eine Mehrmonatige Haftstrafe. Ich bin 31 Jahre alt... Von Beginn meiner Haft an bin ich hier in der etwa 5.500 Bände zählenden Anstaltsbibliothek beschäftigt, die ich selbst führe. Erfreulicherweise wird diese ziemlich gut ausgestattete und auf dem neuesten Stand befindliche Bibliothek von den ca. 200 Inhaftierten stark in Anspruch genommen... Es ist keineswegs eine Höflichkeitsformel, wenn ich Ihnen sage, dass Ihre Bücher zu den “Rennern” zählen und deshalb mit dem Prädikat “d.u.” bedacht werden, was “dauernd unterwegs”, nämlich bei Entleihern, bedeuten soll ...

 

 

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