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Die Gezeichneten 1958

Die Gezeichneten

 

In den Alltag der Familie des Nürnberger Landrats Schneider platzt sieben Jahre nach dem Kriege mit dem Workuta-Heimkehrer Hergett Buchholz die Nachricht vom Tode des einzigen Sohnes, und zwar zur gleichen Zeit, als die erpresserische Denunziation durch den Sohn eines früheren Gauleiters des Landrat selbst als Denunzianten zu entlarven droht. Hergett, der sich sogleich wieder empfehlen wollte, gerät, ehe er sich recht versieht, in einen Knäuel ärgerlicher Geschehnisse, die, im einzelnen banal und alltäglich, in der Summe verhängnisvoll für ihn sind. Ein Besuch bei seiner gleichfalls in Nürnberg lebenden geschiedenen Frau, der ehemaligen Sportlehrerin Evelyn, und ihrem Bruder, dem Opportunisten Robert, führt nicht zu dem von Hergett gewünschten Ergebnis. Er hat beide im Verdacht, seinen Vater, einen thüringischen Förster, wegen Begünsti-gung von Juden der Staatspolizei im Dritten Reich denunziert zu haben. Um Zeit zu gewinnen nimmt Hergett beim Landrat Quartier, wird jedoch in ein neues Verhältnis zu Evelyn hineingerissen, um seinen Schwager als Verräter seines Vaters zu überführen. Tiefer schlägt ihn in den Bann die Neigung zu Landrats Tochter Katharina, der eigenwillig - spröden, die zwischen der spießbürger-lichen Anmassung ihrer Eltern und der hoffnungslosen Verlobung mit einem Hirnverletzten Ritterkreuzträger den Sinn ihres Lebens verlorengehen sieht. Jetzt nimmt sich Hergett alles auf einmal vor: einen eigenen Weg in die Zukunft zu suchen, Katharina zu ihrem Besten von ihrem Verlobten zu befreien, sich an Robert und Evelyn für den Tod seines Vaters zu rächen.

 

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